 25.09.2009 - Träume und Wünsche können hin und wieder wahr werden.
Ein Wunschesel als Hoffnungsträger
Der Esel ö das Leittier von Unna - der Salzträger
Esel als Leittier des Hauses Husemann als Wunsch- und Hoffnungträger
So wird auch der Esel ein Hoffnungsträger für die Wünsche der Bewohner des Seniorenheimes
So lange wir Menschen leben, haben wir unterschiedliche Wünsche, die häufig oft genannt, manchmal lange gehegt, oder auch nur ganz im Geheimen, aber immer hoffnungsvoll sind.
Nicht die Wünsche, sondern die Hoffnung, die hinter den Wünschen steht, ist der Kaffeesatz der Wünsche. Wünsche sind keine Bestellscheine, Wünsche sind kleine Triebfedern unserer Existenz.
In einem Zeitraum von 2 Monaten wurde der Wunschesel mit den Bewohnern des Seniorenheimes Haus Husemann in Unna und dem Verein Alzheimerleben, Unna in einem Projekt gestaltet. Nicht nur einfach bunt sollte er werden, sonder auch eine Botschaft vermitteln, sagten wir uns. Unser Esel wird kein Salz in schweren Säcken transportieren. Der Esel des Hauses Husemann sollte die Wünsche aller Bewohner verinnerlichen.
Wie sollte das nun aussehen?
Der Esel erhielt zunächst eine leuchtende Grundfarbe. Nicht nur orientierte Bewohner waren mit Freude und Begeisterung beteiligt, den schlichten weißen Esel in einen intenisven, himmelbauen zu verwandeln . Schon dieser Prozess löste eifrigen Diskussionen bei den Bewohnern aus. Warum einen blauen Esel, den gib es doch gar nicht, ein grauer wäre doch richtiger. Ist das ein männliches oder weibliches Tier? Ganz genau wurde beobachtet, wenn irgendwo noch ein Pinselstrich fehlte.
Zum Schluss war man sich einig, dass diese blaue Farbe dem Esel ausserordentlich gut steht und zum Transport von Wünschen, wie geschaffen war.
Aber wie bekommen wir die Wünsche auf den Esel?
Das war die zweite Aktion, Dazu wurden viele bunte Bilder mit großer Hingabe und Intensität gemalt. Einige Bewohner die nicht malten, schauten zu und kommentierten den Verlauf. Schon dieser gemeinsame Austausch war sehr willkommen und führte direkt zu Diskussionen, was man sich denn so wünschen kann. Im Anschluss wurden alle Bewohner und auch die Mitarbeiter des Hauses ausführlich nach ihren Wünschen befragt und diese Wünsche in einer Liste dokumentiert.
Als eine eine ausreichende Anzahl von Bildern gemalt waren, wurden sie auf Postkartengröße auseinander geschnitten und mit dem Wünschen beschriftet.
Diese über 100 bunten Wunschkarten wurden dem Esel übereinander auf den Rücken geleimt, fest verankert bilden sie nun eine Einheit mit dem Esel, dadurch veränderte sich der Esel vom Lastenträger zum Symbolträger für alle Wünsche der Bewohner des Hauses Husemann.
Diese Wünsche hatten eine ziemliche Bandbreite.
Dabei überraschte, wie häufig die Wünsche dem Wohlergehen ihrer Kinder, Enkel oder Partner.galten.
Oder, dass man gut miteinander auskommen und noch einmal verreisen möchte.
Sehr speziell der Wunsch: ³ ich möchte noch einmal einen Hundewelpen großziehen. Der Wunsch nach Endlichkeit Ich habe mein Leben gelebt und bin dankbar, wenn meine Stunde gekommen ist , oder aber auch der schlichte und leicht realisierbare Wunsch, so eine richtige Portion Bratkartoffeln mit Spiegelei, einen leckeren Kuchen mit Schlagsahne, eine Flasche Eierlikör oder ein kühles Bierchen.
Oder aber einfach der Wunsch, es soll alles so bleiben wie es ist.
So lange wir Menschen leben, haben wir unterschiedliche Wünsche, die häufig oft genannt, manchmal lange gehegt, oder auch nur ganz im Geheimen, aber immer hoffnungsvoll sind.
Nicht die Wünsche, sondern die Hoffnung, die hinter den Wünschen steht, ist der Kaffeesatz der Wünsche. Wünsche sind keine Bestellscheine, Wünsche sind kleine Triebfedern unserer Existenz.
Wünsche der Bewohner, die wie in diesem Projekt, ausgesprochen, notiert und dem Wunschesel übergeben werden konnten, erhalten Gewicht und Präsenz.
Dem Esel haben die Bewohner mit der farbigen Gestaltung ein neues Aussehen geschenkt und eine Bedeutung verliehen, Zum Dank dafür daran erinnert er uns mit seinem Aussehen an die Wünsche und Träume der Bewohner.
Er ist ein Symbol für Geben und Nehmen.
Das Haus Husemann hat sich zur Aufgabe gemacht, die Wünsche der Bewohner nach und nach zu realisieren. So bleibt nicht nur der Esel als Symbolik erhalten, sondern wird immer wieder neu aktiviert.
Dieses Projekt hat nicht nur bei den Bewohnern, sondern auch bei den Angehörigen und den Mitarbeitern gleichermaßen für ausgesprochen gute Stimmung gesorgt. Dabei so ganz nebenher um Verständnis füreinander und ein humanes Miteienander geworben.
Das macht Mut zu weiteren Projekten, wenn weitere Fragen haben, vielleicht sogar eigene Projekte planen können Sie gerne zu uns Kontakt aufnehmen.
Ihre ulla johr mennigmann Projektleitung alzheimerleben.ev
fon 02378/123423 info@alzheimerleben.de
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